Kurz notiert: Glaubwürdigkeit der Youtuber, Jugendliche täglich auf Youtube und trotzdem kein Gewinn

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Glaubwürdigkeit der Youtuber, Jugendliche auf Youtube und Google macht kein Gewinn
Glaubwürdigkeit der Youtuber, Jugendliche auf Youtube und Google macht kein Gewinn

Heute kurz notiert: Wie die Glaubwürdigkeit der Youtuber durch unzureichende Kennzeichnung von Werbung untergraben wird, wie häufig Jugendliche die Plattform Youtube nutzen und warum Google trotzdem noch immer kein Geld mit Youtube verdient.

Die Glaubwürdigkeit der Youtuber

Christian Buggisch hat aufgeschrieben, was Ihn an der Kennzeichnungen von Product Placements in Youtube-Videos stört und nimmt die Kampagne der Techniker Krankenkasse zum Beispiel. Ähnlich wie Blogger sollten Youtuber ihre Kooperationen klar kennzeichnen um die eigene Glaubwürdigkeit nicht zu gefährden. Hierzu reiche eine kurze Einblendung aber nicht aus, Youtuber müssten vor allem durch eine deutliche Ansage im Video und den Hinweis „Sponsored“ im Titel auf ihre Kooperationen aufmerksam machen. Durch ihre enorme Reichweite hätten Youtube auch eine Verantwortung ihrer – meist jugendlichen – Zielgruppe gegenüber. Ein Punkt, den auch Jan Böhmermann bereits kritisch anmerkte:

Eier aus Stahl: Tom Beck und andere YouTube-Manager | NEO MAGAZIN ROYALE mit Jan Böhmermann - ZDFneo

 

Jugendliche sind täglich auf Youtube

Das vor allem Jugendliche stark auf Youtube vertreten sind zeigt nun eine weitere Studie. Nach einer Befragung von Goldmedia Research nutzen 40% der Jugendlichen zwischen 18 und 29 Jahren täglich Youtube, bei den 30 bis 49-jährigen sind es 16% und darüber sind es 8%. Hierzu wurden 1.120 Internetnutzer zwischen 18 und 69 Jahren befragt. Außerdem wurden 400 Eltern mit Kindern zwischen 6 und 12 Jahren zur Nutzung von Youtube befragt. In dieser Altersgruppe nutze die Hälfte Youtube.

Goldmedia Befragung Youtubenutzung Februar 2015
Goldmedia Befragung Youtubenutzung Februar 2015, Quelle: Goldmedia

 

Youtube macht keinen Gewinn

Gleichzeitig soll gerade diese Gruppe Mitschuld an dem noch immer ausbleibenden Gewinn der Plattform haben. Laut Wall Street Journal (hinter Bezahlschranke, Alternative: broadmark, heise.de) spricht die Plattform noch immer zu wenig ältere – finanzstarke – Zuschauer an. Außerdem erfolge ein Großteil der Nutzung von Youtube noch immer punktuell über externe Links. Youtube selbst hätte die Nutzer aber gerne länger auf der Plattform gehalten um ihre Watchtime besser monetarisieren zu können. Trotz steigender Umsätze konnte Google daher wohl bisher keinen Gewinn aus Youtube ziehen.

 

Bildquellen: Techniker Krankenkasse, Broadmark, Goldmedia

2 KOMMENTARE

  1. #Briefing: verurteilte Twittertrolle, indiskrete Sprachassistenten, echte Internetfreundschaften, nerviges WhatsApp - Social Media Watchblog

    […] es um sehr große Sponsoren, sehr bekannte Stars und reichweitenstarke Kritik geht. David Peter hat zusammengefasst, dass diese drei Komponenten gerade zusammenkommen – und so die Glaubwürdigkeit von YouTube-Stars leidet. Ein weiteres Problem sei die junge […]

  2. […] Studien zur Nutzung von Social Media unter Jugendlichen gibt es viele, nun ist eine neue hinzugekommen. In der aktuellen W&V findet sich ein Auszug aus den Ergebnissen der YIP (Bravo Youth Insight Panel) der Bauer Media Group. Demnach ist Youtube nach wie vor die Nummer eins unter den Social Networks. Direkt dahinter folgen Instagram und Facebook. […]

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