LeFloid verlässt Mediakraft – geht der Trend weg vom Netzwerk?

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301plus Logo
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Gerade haben wir die Youtube Netzwerke als neue Meinungsführer erkannt, da geht der Trend auch schon wieder in die andere Richtung. LeFloid (Florian Mundt), einer der bekanntesten Youtuber Deutschlands, ließ heute im Interview mit VICE einen interessanten Satz fallen:

VICE: Du bist also nicht mehr bei Mediakraft?
LeFloid: Doch, leider noch, aber meine Kündigungsfrist läuft schon.

 

Verliert Mediakraft also demnächst einen seiner stärksten Youtuber?

Zuvor hatte LeFloid 301plus vorgestellt: ein loser Verein, bestehend aus Youtubern, ohne kommerzielle Interessen, einzig mit dem Zweck, sich gegenseitig zu unterstützen. Ein bewusstes Konter-Netzwerk, ein Weg, sich den ursprünglichen Sinn zu bewahren: “Wir haben in jahrelanger Arbeit festgestellt, dass Netzwerke ihren ursprünglichen Netzwerk-Gedanken in Gänze verloren haben.” (LeFloid)

 

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Ähnliches konnte man gerade beim weltgrößten Youtuber, PewDiePie, sehen: Dieser hatte sich vor einiger Zeit von seinem Netzwerk Maker Studios getrennt und will dafür nun ein eigenes Netzwerk starten. Auch andere Größen wechseln häufiger oder entscheiden sich bewusst gegen ein Netzwerk.

 

 

Geht der Trend wieder weg vom Netzwerk?

Seit ihrem Aufstieg sind die Youtube Netzwerke der Kritik ausgesetzt: Knebelverträge, Kommerzialisierung, Ausschlachtung der erfolgreichen Youtuber und Vernachlässigung der kleinen. Die vermeintlichen Skandale um Schleichwerbung taten ihr übriges: Die Community reagiert empfindlich, baut Druck auf. Auch darauf müssen die Youtuber reagieren.

Nicht zuletzt fordern die Netzwerke offensichtlich einen kontinuierlichen Strom an Inhalten. Viele der großen Youtuber produzieren mittlerweile mindestens zwei Videos pro Woche, besser drei. Als Youtuber kann ich sagen: alleine und mit einem gewissen Anspruch an die eigene Arbeit ist das kaum zu bewerkstelligen. Die Kreativität leidet, man imitiert, kopiert erfolgreiche Formate.

Bei LeFloid und PewDiePie handelt es sich andererseites aber auch um echte Schwergewichte der Szene. Beide können es sich problemlos erlauben, eigenständig zu sein und auch zu bleiben. Mittelgroße Youtuber – wollen sie weiter wachsen – werden zumindest auf absehbare Zeit noch auf die Netzwerke angewiesen sein.

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