Medienanstalten bringen Richtlinie für Werbung auf Youtube

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Medienanstalten Richtlinien für Werbung
Medienanstalten Richtlinien für Werbung

Die Medienanstalten haben einen Leitfaden für Youtuber zum Umgang mit Werbekennzeichnungen herausgebracht.

Das 5-seitige Dokument erklärt die gängigen Werbeformen und enthält erste Richtlinien für die Unterscheidung und Kennzeichnung von Werbung, Produktplatzierungen, Rezensionen, Affiliate-Links, Ausstatterhinweisen und Gewinnspielen.

Hangout mit Hashtag

Der Leitfaden wurde u.a. im Rahmen eines Hangouts von den Medienanstalten präsentiert. Youtuber und andere Interessierte waren dazu aufgerufen, unter dem Hashtag #dlmpresse Fragen zu stellen. Diese wurden live beantwortet. Hier das Video:

Pressestream der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM)
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“Der Zuschauer muss immer wissen, woran er ist”

Oberster Grundsatz im Umgang mit Produkten und Unternehmenskooperationen sei die Kenntlichmachung: “Man darf die Nutzer nicht für dumm verkaufen“. Dies sei vor allem im Eigeninteresse der Macher. Wer seine Glaubwürdigkeit verspiele, müsse mit sinkenden Abozahlen rechnen.

Allerdings gestand das Trio aus Dr. Jürgen Brautmeier, Cornelia Holsten und Dr. Peter Widlok auch ein, nicht das gesamte Internet kontrollieren zu können. Daher gehe es zunächst darum, Selbstverpflichtung und Selbstkontrolle zu fördern. Wie bei der Regulierung des Privatfernsehens werde es dann künftig Schritt für Schritt neue Regeln für die Kennzeichnung von Online-Videos geben.

Ein großer Appell galt daher auch dem Dialog mit der Community. Unter der Mailadresse info@die-medienanstalten.de sind alle Youtuber, Zuschauer und Nutzer dazu aufgerufen, ihr Feedback zu Kennzeichnungspflichten in Youtube und anderen Online-Videos abzugeben. Nur durch regen Austausch könnten beide Seiten etwas lernen und zu sinnvollen Regelungen finden.

 

#dlmpresse Tweetreach
Tweetreach zu #dlmpresse – Gerade mal 78 Tweets von 44 Accounts

 

Beteiligung gering, Reaktion verhalten

Die Beteiligung unter dem Hashtag #dlmpresse war eher gering. Gerade einmal 78 Tweets wurden am Abend des Hangouts abgesetzt, nur wenige hatten sich also live an der Diskussion beteiligt. Einige Youtuber brachten Fragen ein. Mediakraft begrüßte die neuen Regelungen, andere Netzwerke beteiligten sich nicht.

Der Verein 301+ reagierte auf Facebook eher verhalten und kündigte an, einen Vorschlag zur Selbstregulierung veröffentlichen zu wollen (siehe auch: Interview mit Marie Meimberg).

 

Der Leitfaden der Medienanstalten kann hier heruntergerladen werden.

Hier gehts zur Pressemitteilung.